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Die Finanzkrise, aber auch der Konditionen- und Margendruck am Markt machen effiziente Prozesse und wirksame Strukturen wichtiger denn je. Um in einem immer härter werdenden Markt auch in Zukunft bestehen zu können, beschloss der Vorstand der Sparkasse, drei Teilbereiche näher zu untersuchen. |
Nur ein Top-Team wird Kommerzkunden eine optimale Betreuung erleben lassen. Damit dieses den Potenzialkunden auch zur Verfügung steht, müssen auch die Prozesse kundenorientiert sein. Die snc Bayern hat in dem Projekt die Prozesse im Kreditgeschäft untersucht und analysiert. Diese Analyse der Ist-Situation sollte die Prozesse und die davon Beteiligten transparent machen, um dann in einem weiteren Schritt Umsetzungsmaßnahmen und notwendige Veränderungen vornehmen zu können.
Die Vorgehensweise stellte sich folgendermaßen dar. Wir analysierten die Kundengruppe Kommerzkunden, ermittelten in den verschiedenen Kundengruppen deren Potenziale. In einem weiteren Schritt werden vom Vorstand die strategischen Entscheidungen für die künftige Betreuungskonzeption der Kommerzkundenbetreuung getroffen. Um die Nachhaltigkeit der Veränderung in der Sparkasse zu erreichen, hat sich der Vorstand dazu entschlossen, die anzugehenden Veränderungen stufenweise durchzuführen, da bei organisatorischen Veränderungen ja mehrere Vertriebseinheiten betroffen sind.
Parallel dazu fand auch eine Analyse der Mitarbeiter am „Point of Sale“ statt. Hierbei wurde sowohl der Umfang der Vertriebstätigkeit als auch die jeweilige Zielgruppe erfasst. Salopp formuliert: „Wer tut was wie oft?“ Das Ergebnis war Ausgangspunkt für weitere mögliche Planungen hinsichtlich der Kundenpotenziale, der benötigten Mitarbeiterressourcen und kundenorientierter Vertriebsprozesse. Darüber hinaus hat im Rahmen der Analyse die Sparkasse auch den Stab mit erhoben. Hierbei können auch strategische Potenziale rechtzeitige erkannt und gehoben werden.
Um Potenziale auch in der Marktfolgekreditbearbeitung transparent zu machen, wurden analog auch die Kapazitäten im Bereich Kreditrisikomanagement sowie im Bereich „Recht / Sanierung“ erfasst.
So erhielt Ihre Sparkasse eine Übersicht über sämtliche Aufgaben und Schnittstellenprobleme in den jeweiligen Organisationseinheiten. Anhand dieser lassen sich Prozessschleifen herausfiltern und aufgabenfremde Tätigkeiten identifizieren. Anhand einer sparkassenindividuellen Konzeption jedoch unter Berücksichtigung der im Sektor vorhandenen Ressourcen wurden dann die ermittelten notwendigen Veränderungen umgesetzt.
Im Ergebnis werden ausgewählte Kommerzkunden nunmehr aus einer Hand beraten. Dies bedeutet, dass die bisherige Beratungsfunktion von den Geschäftsstellen in den Spezialisten-Bereich der Kreditmanager gebracht wird. Somit ist zum einen eine schlagkräftige Kreditmanagertruppe entstanden, die konsequent und umfänglich die Anforderungen an eine moderne Kommerzkundenberatung erfüllen. Die dadurch in den Geschäftsstellen frei gewordenen Kapazitäten werden dann für das Privatkundengeschäft genutzt, um dort Marktpotenziale auszubauen.
Durch diese Maßnahme wurde auch das Kreditriskmanagement gestärkt. Da die Kreditmanger ein hohes fachliches Know-how haben, sind durch die Routineeffekte die FANs bereits so erstellt, wie es eine moderne Kreditkultur im Kommerzkundengeschäft erfordert. Dadurch werden viele Schleifen vermieden und Prozesse effizient gestaltet. Zusätzlich konnten in diesem Zuge die Spezialisten aus dem Kreditrisikomanagement von Fremdaufgaben entlastet werden, diese Freiräume werden zukünftig für eine umfassendere Betreuung der risikobehafteten Engagements genutzt.
Der Hauptnutznießer dabei ist der Kunde, denn nunmehr ist die Qualität in der Kommerzberatung gestiegen, bei schnelleren Durchlaufzeiten bis zur Vertragsunterschrift für den Kunden.