Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling - Projekt Revision

Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling - Projekt Revision

In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an die Arbeit der Internen Revisionen durch Änderungen des Marktes sowie durch gesetzliche und aufsichtsrechtliche Änderungen gewandelt. Daher wurde im Herbst 2009 in Zusammenarbeit mit snc Bayern das Projekt „Zukunft Interne Revision“ gestartet. Dieses Projekt sollte darüber hinaus auch genutzt werden, um im Rahmen der Altersnachfolgeregelung den Übergang in der Leitungsfunktion zu unterstützen.

Auftrag und Zielstellung

  • Abgleich der bisherigen Vorgehensweise der Internen Revision mit dem empfohlenen Vorgehen der bayerischen Pilotierung zur Gestaltung der künftigen Anforderungen der Internen Revision hinsichtlich Risikoorientierung, Effizienz und unter Kostengesichtspunkten
  • Implementierung des Systems einer Risikomatrix für die Interne Revision zur künftigen effizienten Unterstützung der Tätigkeiten in der Internen Revision

Die Vorgehensweise war durch folgende Schritte bestimmt:

  • Analyse des Ist-Bestands der Situation der Revision erheben
  • Abgleich mit den Bausteinen der bayerischen Pilotierung von ZIR
  • Planung der weiteren Vorgehensweise
  • Erstellung und Schulung einer IKS-Matrix
  • Abschlussworkshop hinsichtlich Umsetzungsstand
  • Round-Table-Gespräch mit Fachvorstand

Die Vorgehensweise orientierte sich an den Bausteinen des Pilotierungsprojektes „Zukunft Interne Revision“ in Bayern.
 



Entsprechend der Aufgabenstellung der Sparkasse war Ziel des Projekts „Effiziente und risikoorientierte Revision“, auszuloten, inwiefern in der Sparkasse weitere Handlungsaktivitäten für die zukünftigen Anforderungen vorhanden sind.
 



Schwerpunktthema Internes Kontrollsystem

Im Zuge des neuen Kernbanksystems der FI spielt das interne Kontrollsystem (IKS) eine wesentliche Rolle. Zum einen wird im Rahmen der Administration technisch das Kontrollsystem angegangen, zum anderen sind die Prozesse hinsichtlich eines wirksamen Kontrollsystems zu verifizieren. Darauf aufbauend kann das IKS systemisch implementiert werden.

Das systemische Angehen des Bestandsaufnahme im Rahmen des IKS war mit ein Hauptziel im Projekt. Die Systematik der Betrachtung erfolgte in Anlehnung an den „IDW PS 261 Feststellung und Beurteilung von Fehlerrisiken und Reaktionen des Abschlussprüfers auf die beurteilten Fehlerrisiken“ in Banken.
 


Quelle: IDW PS 261, Regelungsbereiche des internen Kontrollsystems

Die Umsetzung hierfür erfolgt durch die Aufnahme und Dokumentation der aktuellen schriftlich fixierten Ordnung. Vorausgegangen ist ein Workshop mit Herrn WP/StB Frank Paulus. In einem weiteren erfolgte eine Bestandsaufnahme im Passiv- und Dienstleistungsgeschäft in den jeweiligen Fachbereichen mittels direkter Befragung der Mitarbeiter. Kern war dabei, die tatsächlich durchgeführten Kontrollen vor Ort bei den Sachbearbeitern zu erheben. Im Ergebnis ist eine Kontrollmatrix entstanden, die die Funktionsweise des IKS abbildet und die als dynamisches Werk der Revision dient, um das IKS der Sparkasse zu beurteilen.

Das System und die Methodik der entwickelten Risikomatrix soll künftig genutzt werden, als

 

  • aktuelle und vollständige Prozessdokumentation des IKS insbesondere bei Mengen-/Treiberprozessen
  • Input für die Risikoanalyse (insb. Kontroll-Risiko) von Prüfungsobjekten zur Bestimmung des Prüfungsturnus
  • Hilfsmittel zur Entwicklung der Prüfungsstrategie im Rahmen der Prüfungsdurchführung, insbesondere hinsichtlich Umfang  und Inhalte der Stichprobenauswahl.

Somit kann die Revision die Risikoorientierung sukzessiv weiter entwickeln, um effizient prüfen zu können.

Im Rahmen des Projektes wurden Vorschläge und Handlungsfelder definiert, die entweder unmittelbar oder aber auch unter einer definierten Zeitschiene umzusetzen sind. Für die Sparkasse war die Beratungsunterstützung durch die snc Bayern eine wertvolle Hilfe, um für die Interne Revision die richtigen Schritte für die Zukunft zu machen.