Sparkasse Dachau - Adressrisikomanagement

Sparkasse Dachau - Adressrisikomanagement

aboutpixel.de 0298 | Eindeutig. © Steve_ohne_S Am 24. März 2009 wurde dem Gesamtvorstand in einem Entscheiderworkshop das Projekt Adressenrisiko vorgestellt. Der Nutzen von CPV für die zukünftige Risikotragfähigkeit und auch für die Asset Allocation war mit ein entscheidender Punkt, das Projekt durchzuführen. Das Projekt wurde beschlossen und noch am selben Tag mit den Projektverantwortlichen, Frau Astrid Luff und Herrn Stefan Höflmair, gestartet.
Im Vorfeld wurden schon einige Grundvoraussetzungen geschaffen.
Die Sparkasse Dachau hat hier in der Abwicklungsabteilung mit der Datensammlung (SVE Tool) begonnen. Ziel war, dass zum Projektende hausindividuelle Verwertungs- und Einbrin-gungsquoten genutzt werden können.

Zu Beginn des Projektes hat man sich entschieden, mit Expertenschätzungen zu beginnen.

Das Projekt, welches sich in die Module

  • Datenerhebung
  • Datenplausibilisierung
  • RAP (risikoorientierte Bepreisung)
  • CPV (CreditPortfolioView zur Bestimmung des Portfoliorisikos)


aufteilt, wurde in folgender Reihenfolge beschlossen.

Die Module 1, 2 und 4 sollten parallel durchgeführt werden. Das Modul 3 - die risikoorientierte Bepreisung von Einzelkrediten - wurde auf das Jahr 2010 verschoben.
Bezüglich des Moduls 3 – der risikoorientierten Bepreisung von Einzelkrediten – besteht die Überlegung, dieses in 2010 oder auch zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen.
Der Handlungsdruck war hier nicht so groß, da die Sparkasse Dachau bereits seit einigen Jah-ren eine eigene risikoorientierte Bepreisung nutzt. Die derzeitigen technischen
Probleme der korrekten Darstellung der Risikoprämien in der Nachkalkulation haben hier die Verschiebung auf später mit beeinflusst.

In den folgenden 4 Monaten wurden dann 4 Sitzungen zur Datenerhebung durchgeführt.
Hier war der Fokus auf die Methodik und auch auf die Technik der Datenerhebung gelegt. Eine abschießende Plausibilisierung der Ergebnisse wurde auf 2010 vertagt.

Parallel hierzu wurde nun das CPV Projekt durchgeführt. Hier wurden insgesamt 7 Schulun-gen vor Ort bzw. im Rechenzentrum der FI angeboten. Vor Ort wurde die Schulungen:

Methodik zu CPV
Programmschulung CPV und erste Parametrisierung des Programms
Datenschulung der FI durch Herrn Anton Neumeier. Kernfrage dieser Veranstaltung:  Welche Daten werden wie verarbeitet?

  • Portfolioanalyse
  • Ergebnisanalyse
  • Ergebnisanalyse Teil 2 und Ergebnispräsentation als Abschlussveranstaltung mit dem Gesamtvorstand


Darüber hinaus wurde ein Summenabgleich in den Räumen der FI in Haar durchgeführt.
Ziel des Summenabgleichs war, den operativen Bestand mit den CPV-Zahlen zu vergleichen.
Abweichungen wurden erklärt, und protokolliert. Mögliche Fehlerquellen, wie nicht zuordenbare Branchenschlüssel, wurden identifiziert und während des Projekte im Datenbestand bereinigt.

Wichtig war auch, dass während der gesamten Projektdauer die Revisionsabteilung intensiv mit eingebunden war.

Zukünftig sollte nun monatlich für den Vorstand ein Risikobericht für das Kreditgeschäft erstellt werden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse auch dem Verwaltungsrat präsentiert.

Die Ergebnisse aus CPV werden b. a. w. dem Vorstand monatlich zur Verfügung gestellt. In welchem Umfang die Einbindung in den Risikobericht für das Kreditgeschäft sowie die Un-terrichtung des Verwaltungsrates erfolgt, wird in 2010 entschieden.