SKM-Erfahrungsaustausch erfolgreich gestartet

SKM-Erfahrungsaustausch erfolgreich gestartet

aboutpixel.de / Das alte Tor © Birgit Franik Weit über 100 Sparkassen in Deutschland haben im vergangenen Jahr ihre Sachkostenpositionen im SKM-Portal erfasst und sich so dem Vergleich mit anderen Instituten gestellt. Der erfolgreiche Start der DSV-Anwendung lässt das große Interesse an einem effizienten Einsatz des Budgets erkennen. Dafür ist aber einmal mehr Transparenz bei der Verteilung der Kosten und ein Benchmarking mit vergleichbaren Instituten Voraussetzung – damit „Bauchgefühle“ objektiviert werden können.

In Bayern haben im Jahr 2010 sechs Sparkassen ihre Sachkostensituation durch einen neutralen Externen bewerten lassen. Die snc Bayern, seit 2003 als maßgeblicher Entwickler des SKM-Checks aktiv, hat hierbei gerne ihr fundiertes Know-how aus 40 Projekten weitergegeben. Denn die im Vergleich zu anderen Projekten kleine Maßnahme birgt einen großen Nutzen für ihre Kunden, die Sparkassen.

2010 wurde der Check um eine weitere Komponente ergänzt: dem Erfahrungsaustausch über den Umgang mit Maßnahmen zur Kostensenkung. Dieser wurde bewusst mit etwas zeitlichem Abstand zu den Analyseergebnissen aus dem SKM-Check terminiert. Damit wurde den Sparkassen Zeit eingeräumt, sich mit eigenen ersten Maßnahmen auseinanderzusetzen. Jede Sparkasse sollte aus ihren Erfahrungen berichten können, um den Wissenstransfer zu fördern. Laut Rückmeldung der Teilnehmer ist es sowohl gelungen, eigene Erfahrungen einzubringen als auch von den Erfahrungen anderer Häuser zu profitieren.

Wie wichtig neben einem regelmäßigen externen Audit via SKM-Check jener Erfahrungsaustausch ist, zeigt u.a. auch die große Spannbreite in einzelnen Kostenpositionen.
Seinen eigenen Ist-Zustand und die Ursachen dafür zu kennen, hilft, die Erfahrungen und Optimierungsmaßnahmen anderer einzuordnen, zu bewerten und gegebenenfalls annehmen zu können. Der allzuhäufige „AGABU“-Reflex („alles ganz anders bei uns“) tritt in den Hintergrund und weicht einer offenen Haltung gegenüber neuen Vorschlägen.

Wie groß die Unterschiede in den Kostenpositionen sein können, wird im Folgenden anhand einiger Sachkostenpositionen gezeigt, die im Bezug zu ihren Kostentreibern eine große Spannbreite in Bayern aufweisen.

Wie gerade der Vergleich mit anderen hilft, Kostenpositionen zu verbessern, zeigt zum Einen die Sachkostenaufwandsquote: Sie hat sich in den letzten sieben Jahren von 0,70 auf 0,63 der DBS reduziert.
Ein operatives Beispiel für diese Reduzierung zeigt sich bei der Betrachtung der Reinigungskosten.

In der untenstehenden Grafik sind die durchschnittlichen Reinigungskosten der Jahre 2007 und 2010 gegenübergestellt. Hier ist einerseits eine deutliche Reduzierung der Durchschnittskosten zu sehen, zum anderen aber auch eine breite Annäherung der Kosten vieler Häuser auf ein niedrigeres Niveau als 2007.

 

Hier liegt der Schluss nahe, dass das Wissen um die Machbarkeit Einsparungen wahrscheinlicher macht: „Was andere können, das können wir auch!“ Mit diesem Motto haben sich auch im vergangenen Jahr gerade im Bereich Reinigung die Kosten ohne spürbaren Qualitätsverlust teilweise massiv senken lassen

Die im Erfahrungsaustausch vorgestellten Maßnahmen, mit denen die Sparkassen ohne Qualitätsverlust nachhaltig Kosten senken konnten, betrafen u.a. auf das Fuhrparkmanagement, die Einsparung von Energiekosten oder Themen wie Verwaltung und Einkauf von Büromaterial und den effizienten Einsatz von Zeitschriften, Zeitungen und Büchern.

Fazit:

Der Erfahrungsaustausch ist eine wichtige Ergänzung im Prozess des Sachkostenmanagements. Das Ziel ist, das Wissen und die Erfahrungen der Sparkassen-Finanzgruppe für andere nutzbar zu machen. Voraussetzung ist aber eine dauerhafte Beschäftigung mit diesen Kosten und eine gemeinsame Basis der Häuser, die diesen Austausch nutzen wollen. Für einen effizienten Vergleich müssen die Sprache und das Verständnis auf einer Ebene sein, damit nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden. Erfolgreich Kosten managen heißt: einen Zyklus im Haus implementieren, Transparenz schaffen, Optimierungspotenziale erkennen, Maßnahmen zur Verbesserung entwickeln, diese umsetzen und im Nachgang regelmäßig den Erfolg der Umsetzung überprüfen. So können Budgets effizient genutzt werden. Der Erfahrungsaustausch hilft dabei, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und neue Ideen und Möglichkeiten zu entdecken.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hämmerl

Karolinenplatz 5

80333 München

+49 89 2173 1696

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